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BIOGRAPHIEAlles was sie wissen sollten über Franck Ribery |
| EM 2008 Frankreich |
| Samstag, 14. Juni 2008 | |
4:1 - das Ergebnis klingt nach deutlicher Abfuhr. Anders als es der Spielstand vermuten lässt, war Frankreich jedoch über weite
Strecken ein ebenbürtiger Gegner. Bis zum Führungstreffer der "Elftal" waren die Franzosen sogar die dominierende Mannschaft. Auch nach der Pause wirbelten die Franzosen mit ihren Offensiv-Künstlern um Franck Ribery und setzten die eher hölzerne Abwehr um Andre Ooijer und Joris Mathijsen mächtig unter Druck. Das Prunkstück der "Oranje"-Elf war eindeutig nicht die Abwehr. Gezaubert wurde am anderen Ende des Platzes. Mit Toren mitten in den Sturm- und Drangphasen des Gegners gaben die offensiven Einzelkönner der Niederländer immer wieder die passende Antwort. Thierry Henry brachte es zähneknirschend so auf den Punkt: "Ich denke, dass wir selbst kein schlechtes Spiel gezeigt haben. Dass auf mein Anschlusstor postwendend das holländische 3:1 folgte, war natürlich schlecht für uns. Dadurch kamen bei den Niederländern Selbstzweifel gar nicht erst auf." Eine Frage der Aufstellung Doch es war nicht nur eine Frage von Glück oder Pech, wie der Barca-Star glauben machen wollte. Es war auch eine Frage der Aufstellung. Dafür waren die Trainer verantwortlich. Marco van Basten vertraute seinen Konter-Künstlern. Die ohnehin schon angriffslustigen Wesley Sneijder und Rafael van der Vaart verstärkte der Bondscoach im zweiten Durchgang noch mit Arjen Robben und Robin van Persie. Bis auf den HSV-Star konnte sich jeder der Genannten in die Torschützenliste eintragen und auch der Hamburger kurbelte engagiert das Spiel an. Nur ein einziger Mittelfeldspieler - Nigel de Jong - sicherte nach hinten ab. Raymond Domenech dagegen bot mit Jeremy Toulalan und dem mittlerweile 35-jährigen Claude Makele gleich zwei "Sechser" auf. In den - durchaus vorhandenen - guten Phasen der "Bleus" sicherten die beiden hinter dem "Ankurbler" Ribery ab, der von Florent Malouda und Sidney Govou flankiert wurde. In den - ebenso vorhandenen - Phasen der Ratlosigkeit ackerte der Bayern-Star allein und auf verlorenem Posten. Damit nicht genug, in der entscheidenden Phase opferte der "entraineur" der Franzosen Govou und Malouda für die statisch spielenden Stürmer Nicolas Anelka und Bafetimbi Gomis. Kreativität ging nun nur noch von einem einzigen Spieler aus: Franck Ribery, der langsam an seine körperlichen Grenzen stieß. Kabinettstückchen in orange In der Abwehr waren Willy Sagnol und Weltmeister Lilian Thuram nur Schatten ihrer selbst. Zu Statisten verurteilt sahen die beiden zu, als Robben den Ball mit einem Kunstschuss unhaltbar unter die Latte zum zwischenzeitlichen 3:1 unter die Latte hämmerte. Die geschlagene französische Auswahl erlaubte es den Niederländern "voetbal totaal" zu zelebrieren. Die Kabinettstückchen der Real-Stars Ruud van Nistelrooy und Arjen Robben nötigten dem ganzen Stadion ein verzücktes Raunen ab. eurosport
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